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Erlaubnis erteilt

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Endlich. Jeden Tag der letzten Woche hatte er Nein gesagt. Wie sie auch gebettelt und gefleht hatte, seine Antwort war stets Nein gewesen: Nein mein Schatz, du wirst nackt sein, wenn du mir die Tür öffnest. Nackt mit hochgesteckten Haaren und Higheels.
Und endlich gestern Abend also, als sie schmusend und liebkosend gute Nacht sagte, während sie seinen Schwanz im Mund hatte, da entlockte sie seinen Lippen mit einem letzten Bitte bitte, kurz bevor er in ihrem Mund kam diese herrlichen vier Worte: Ja, morgen darfst du. Gott, wie sie sich freute! Wie ein kleines Mädchen, dem Morgen Geschenke versprochen waren, so freute sie sich. Stolz ihren Herrn auf diese Weise verzückt und befriedigt zu haben, und IHN somit auf eine gewisse Weise gefügig unter ihren Willen gebeugt zu sehen, lächelte sie nur ganz zaghaft, ganz sacht nur und scheu, denn sie wusste ja, dass er ganz schnell und mit nur einem strengen Blick ihren Wunsch wieder platzen lassen könnte. Ein Wort und sie würde wieder gehorchen und wie die letzte Woche jeden Tag nackt für ihn zur Schau gestellt stehen. Sie freute sich so sehr und wollte nichts riskieren; also rollte sie sich nur artig auf die Seite. Er sollte selber entscheiden, ob er mehr wollte oder sie doch nur in den Arm nahm und schon erschöpft einschlafen wollte.
Sie konnte lange nicht einschlafen an diesem Abend.
Lag wach und träumte von längst zurückliegenden Tagen, vergangenen Zeiten. Und eben auch von dieser Zeit, als sie zusammen im Auto saßen und gemeinsam nach ihrem ersten Outfit schauten. Er hatte es gekauft für sie. Dieses süße Latex Ding, dass sie so sehr zu seiner Sklavin degradierte und sie dennoch mit allem Stolz der Welt erfüllte. Es war süß aber auch unterwürfig zugleich. Klar war es nicht das Letzte, was sie zusammen aussuchten, denn klar gab es auch Tage, an denen sie es weitaus härter und dreckiger wollten. Aber Morgen… Morgen wollte sie dieses erste Teil für ihn tragen, wollte seine Sklavin sein, seine süße Dienerin.
Sie hatte es sich verdient.
Eine ganze Woche lang hatte er sie betteln lassen, doch morgen war es soweit.
Sie empfand Freude – eine Freude die nur ER in ihr auslösen konnte und niemand sonst. Freude – Vorfreude – Lust – Liebe – Sehnsucht. Er hatte so vieles in ihr Leben gebracht. Ihr Leben, dass so sehr aus ihm bestand. Er hatte sie oft gefragt, ob sie das wolle – ihm gehören. Ihm zu dienen. Bedingungslos. Für ihn zu leben. Tag für Tag, die seine zu sein.

Sie sagte niemals „Nein“ als Antwort.

Seine Augen waren noch auf, als sie langsam wegschlummerte, ins Land der Träume hinfort glitt.
Und erst als sie schlief, als er sich sicher war, dass sie friedlich und sicher eingeschlafen war – in seinen Armen – da schloss auch er seine Augen und folgte ihr…
Wohin sie auch ging. Er War dort.

In Liebe, für Dich,

Deine Hanna

2 Comments

  1. März 20, 2016 at 12:04 pm — Antworten

    Das ist eine sehr schöne Geschichte, die die Tiefe Eurer Beziehung beschreibt. Sehr gefühlvoll

  2. September 21, 2016 at 9:30 pm — Antworten

    Ich glaube, diese Gefühle kann nur eine echte Sub/Sklavin nachvollziehen…

    So tief… so real…

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