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Die D/s Beziehung

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Die D/s Beziehung ist so vielfälltig, unterschiedlich und facettenreich, wie alles im BDSM.
Es gibt die 24/7 Beziehung. Das heißt dass das D/s 24 Stunden an 7 Tagen in der Woche gelebt wird. Das heißt, dass Machtgefälle ist immer da.

Dann gibt es das 24/7 TPE (total power exchange), dass heißt nicht nur, daß es 24/7 gelebt wird, sondern auch das Sub jegliche Kontrolle über ihr/sein Leben an Dom abgibt ähnlich wie eine Sklavin. Der Dom entscheidet alles. Doch eine Mitbestimmung bleibt, sowie ein Vetorecht.

Dann gibt auch Spielbeziehungen in denen das D/s nur bei den Treffen ausgelebt wird.

Doch nicht jeder der BDSM liebt muß eine D/s Beziehung leben. Es gibt genug Menschen, die BDSM zwar im sexuellen mögen und betreiben, doch auf den Alltag hat es überhaupt keinen Einfluß.
Die D/s Beziehungen werden auch völlig unterschiedlich gelebt, denn jeder definiert seine Beziehung anders. Jede Lebensweise oder Lebensplanung ist unterschiedlich, weil es die Menschen sind, die sie leben.

Die familiäre Situation spielt auch eine wichtige Rolle. Sind Kinder da oder nicht. In einem Leben mit Kinder kann man sein D/s nicht so offen ausleben. Da ist es auch wichtig, sich als gleichberechtigte Partner zu begegnen.

Nun fragen sich bestimmt viele: ist das falsch auch wenn ich keine Kinder habe? Nein ist es nicht. Natürlich kann man sich auch gleichberechtigt begegnen, wenn man 24/7 lebt. Wer legt denn fest was richtig oder falsch ist? In meinen Augen nur die Partner, die die Beziehung leben. Diese beiden Menschen sind es, die für sich festlegen in welchem Rahmen die Beziehung geführt wird, auch welche Regeln es gibt.

Auch ist es heutzutage schwierig eine richtige 24/7 Beziehung zu führen. Denn in der Regel arbeiten heute beide Partner und das in getrennten Betrieben. Dann ist es auch nur nach Feierabend möglich.
Was mir jedoch so gar nicht gefällt, ist dieses ständige Aufweichen von Begriffen und das drehen, wie es einem grade gefällt. Dass Sub ihrem Dom sagt, was er zu tun und zu lassen hat. Es gibt viele, die sich ihren Dom erst noch backen müssten, ohne mal über ihren Tellerrand zu schauen und zu überlegen, ob es an ihnen liegen könnte. Warum ist denn „Old School“ so schlimm? Nur weil man sich wirklich seinem Dom unterordnet? Macht nicht genau das die D/s Beziehung aus?
Doch egal wie eine D/s Beziehung geführt wird, für mich ist es die innigste und tiefste Verbundenheit zu meinem Partner die ich kenne.
Mich hat das Leben in der D/s Beziehung sehr verändert. Ich bin wesentlich ruhiger und ausgeglichener, da ich nicht mehr das Gefühl habe alles unter Kontrolle haben zu müssen. Ich kann auch im Alltag auf meinen Herrn vertrauen. Auch wenn er nicht da ist, ich kann ihn jederzeit um Rat fragen. Das hilft mir ungemein.

In diesem Sinne: führt euer Leben so wie es für euch passt. Nur ihr müsst euch wohl fühlen und glücklich sein.

 

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