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BeziehungsArt —- Teil 1

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Vorwort
Liebe Leserin, lieber Leser. Ich freue mich dass Sie hierher gefunden haben. Die folgende Geschichte, die ich Ihnen erzählen möchte ist die einer, in mehrfachem Sinne, nicht gewöhnlichen Liebe.
Klar werden Sie sagen, das ist nicht neu das kenne ich schon. Bereits der Titel verrät es ja. Ds. Das Spiel mit der Macht, mit Machtgefälle. Sie haben Recht! Zum Teil.
Sie werden aber beim Lesen schnell bemerken dass es da noch einen anderen Aspekt gibt. Es ist die Geschichte eines körperlich behinderten Mannes und einer körperlich gesunden Frau. Wenn sie dies bereits jetzt abschreckt sollten sie vielleicht eine andere Geschichte suchen. Es werden Ihnen Szenen begegnen, denen Sie in ihrem Leben so nie begegnen werden. Entweder sind sie jetzt abgeschreckt und widmen sich etwas anderem. Oder aber Sie sind neugierig.
Der hier entstehende Text ist ein Experiment. Kann diese Liebe funktionieren. Mit all seinen Herausforderungen und Kämpfen. Auch die weiblich Agierende ist nicht frei von Sorgen und Problemen, aber lesen Sie selbst…
Ich wünsche gute Unterhaltung!

BeziehungsArt
– die Kunst der Beziehung im Zeichen des Ds

von Saul Hamsters

Für eine ganz besondere Frau!

@saulsworte

Kapitel 1: das erste Treffen

ER: Ich sitze in dem Cafe und warte darauf dich zu erblicken. Ich bin gespannt ob du dich traust zu kommen und ob du meinem Wunsch nachgekommen bist.
Wir haben uns über das Internet kennen gelernt, in einem Moment in dem ich nicht erwartete dich zu treffen. Wir waren uns von Anfang an sympathisch. Wir haben uns lange und ausführlich über uns und unsere Ansichten des BDSM ausgetauscht. Über Monate hinweg mehr oder weniger täglich. Wir haben schnell festgestellt, dass wir in vielem eine ähnliche Sichtweise haben. Du hast mir alles erzählt. Deine Gier danach gedemütigt und erniedrigt zu werden, die darauf wartet, gestillt zu werden.
Sag mir nicht, was ich darf, sag mir, was ich soll!, hast du geschrieben.
Wenn dir was nicht gefällt, dir mal eine zu knallen, dir die Klamotten vom Leib zu reißen, dich mal anzuschreien, dich einfach mal rauszuschmeißen…
Zeig mir, wo es langgeht, welchen Weg zu dir ich gehen muss.
Dies und einige andere Details haben mir aus der Seele gesprochen. Du wolltest dich mir unterwerfen. Zunächst war ich sprachlos. Habe dann aber dieses Geschenk dankbar angenommen.
Ich gab dir Regeln: Seit jenem Morgen rasierst du regelmäßig deinen Intimbereich für mich. Was Kleidung betrifft, hast du meinen Wünschen nachzukommen. Du musst mir melden welche Kleidung du trägst, wenn wir kommunizieren. Ungefragt versteht sich. Auch musst du melden wenn du Kleidung wechselst. Wenn du das Haus verlässt erwarte ich zu sehen wie du gehst.

SIE: Heute ist unser erstes Treffen. Muss zugeben bin nervös. Dieses Treffen ist gut geplant. Du hast mir die Adresse eines Cafes gegeben. Dort wirst du auf mich warten. Dich zu erkennen wird kein Problem sein. Fotos haben wir unlängst ausgetauscht. Du hast mir klare Anweisungen zu Kleidung und Benehmen geschickt. Du hast mir geschrieben welches Kleid ich anziehen darf, was darunter. Ich solle mich nicht auf das Kleid setzen sondern es vor dem Setzen hinten anheben. Wenn ich mich bücke darf ich meinen Ausschnitt nicht bedecken! Ich darf keine hohen Absätze tragen.

Er: Ich sehe dich das Gebäude betreten. Du siehst genau so aus wie ich es mir gewünscht habe. Jetzt bemerks
t du mich. Siehst wie ich Dich beobachte. Langsam kommst du auf mich zu. Ich sehe wie du kurz meinen Rollstuhl betrachtest. Dann wieder schnell in meine Augen schaust.
Es ist kein Geheimnis zwischen uns dass ich Rollstuhlfahrer bin. War es nie. Im Chat bist du locker mit dem Thema umgegangen. Nun bin ich gespannt wie du bei unserem Treffen damit umgehst. Du kommst auf mich zu, begrüßt mich freundlich. Ich reiche dir die Hand und du küsst sie. Ich sehe DEN Ring an deiner Hand. Ich habe ihn dir geschenkt als Zeichen deiner Zugehörigkeit. Ein weiteres Symbol erwartet dich noch.
Braves Mädchen. Ich spüre deine Nervosität. Spürst du auch meine?

Sie: Du bittest mich, mich zu setzen. Ich tue es auf die Weise die du mir als Vorgabe genannt hast: ich hebe meinen Rock etwas an um mit meinem Slip und nicht dem Rock die Sitzfläche zu berühren. Ich bemerke wie du mich zufrieden beobachtest. Du machst auf mich einen gelassenen Eindruck. Es ist ein ungewohntes aber schönes Gefühl so für dich sitzen zu dürfen. Es ist ein kleiner Tisch und ich sitze zu deiner Linken. Der Kellner kommt an unseren Tisch und du bestellst für uns. Ich genieße es dich entscheiden zu lassen und bin mit deiner Wahl zufrieden. Während wir auf die Getränke warten beginnen wir mit Smalltalk.

Er: Wir stoßen gemeinsam an. Ich merke wie deine Nervosität fällt. Nehme es erfreut zur Kenntnis und versuche es mir nicht anmerken zu lassen. Meine ist ebenso deutlich gesunken. Hin und wieder schaue ich dir beiläufig in den Ausschnitt. Du bemerkst es, das sehe ich. Es scheint dir zu gefallen. Ich kenne das was mich darunter erwartet von Fotos, kann es kaum erwarten es real zu sehen, berühren… Soweit ist es noch lange nicht, ich mahne mich zu Geduld.
Nachdem ich das Essen bestellt habe komme ich zum nächsten Kapitel unseres Treffens.
„Wie ich sehe bist du meinen Wünschen bisher nachgekommen.“ – „Ja das bin ich mein Herr.“ – „Und möchtest du weiterhin alles tun, was ich dir Befehle?“ „Ich werde alles tun. Du bist mein Herr.“ – „Gut, so soll es sein. Zunächst einmal wirst du aufstehen, auf die Toilette gehen, deinen Slip ausziehen und ihn mir anschließend geben.“ – „Ja mein Herr.“ Langsam erhebst du dich und begibst dich zu den Toiletten.

Sie: Ich stehe vor dem Spiegel, schaue in mein Gesicht. ‚Nun ist es soweit‘, denke ich. Bisher war es ein leichtes, ein Kinderspiel, ein (fast) ganz normales Date. Wären da nicht die ständigen Blicke auf meine Brüste. Normalerweise würde mich das irritieren, stören. Doch nicht bei Dir! Es ist mir etwas peinlich unangenehm, auf der anderen Seite bist du der einzige der das so schamlos darf. Ich gehöre dir, habe dir schon lange gesagt ich wäre dein Eigentum. Ich bin stolz dass dir dein Eigentum so offensichtlich gefällt.
Das Setzen nach deinen Regeln war aufregend erregend. Ich habe es zu Hause schon des Öfteren getan, nachdem mir bekannt ist dass du es magst. In der Öffentlichkeit war es eine Premiere. Dass du dabei bist hat geholfen. Ich tue es für dich. Ich akzeptierte dich früh als meinen Herrn also muss ich mich auch an deine Regeln halten. Ich bin weiterhin nervös. Versuche es mir nicht anmerken zu lassen. Dein Befehl dir meinen Slip zu geben kommt nicht überraschend. Wir haben darüber geschrieben. Ich habe mir viele Gedanken gemacht wie es sein wird wenn es soweit ist. Sich Gedanken machen und es letztlich tun zu dürfen ist dennoch vollkommen unterschiedlich.
Also gut. Ich betrete eine Toilettenkabine…
Kurze Zeit später komme ich wieder an deinen Tisch heran getreten. Meinen Slip halte ich, etwas verdeckt aber dennoch sichtbar in meiner Hand. An deiner Seite angekommen mache ich einen Knicks und überreiche dir den Slip.
Das schlimmste ist überstanden. Ich traue mich nicht zu schauen ob uns jemand beobachtet. Zu wissen dass es jemand tut wäre nicht hilfreich. Ich merke wie heiß mir bei der Sache ist. Andererseits macht es mich auch feucht. Ich liebe diese Kombination. Ich liebe meinen Herrn dafür dass er mich das spüren lässt. Ich sehe dir an dass du zufrieden bist. Dennoch nimmst du den Slip mit den Worten ‚du hast dir Zeit gelassen!‘ an. „Es tut mir Leid Herr!“ – „Setz dich!“ – „Ja Herr!“
Der Gedanke an das kalte Leder erregt mich noch mehr. Als ich mich setze gehen automatisch die Beine auseinander. Die anfängliche Kühle kriecht in mich hinein. Ich kippe mein Becken leicht nach vorne sodass ein Hauch der Kühle meine M… berührt. Es ist ein unbeschreiblich geiles Gefühl und ich muss aufpassen mich zu benehmen und konzentriert zu bleiben.
Unser Essen wird serviert. Du weißt genau was ich mag und was nicht. Wir haben uns über alles ausgetauscht. Deine Wahl macht mich glücklich. Ich blicke dich an. „Du darfst beginnen, guten Appetit Süße.“ Wir unterhalten uns über unseren Alltag, verschiedene Dinge.

Er: Während wir essen werde ich immer entspannter, ich genieße deine Begleitung. Mir fällt ein Stein vom Herzen. Wir verstehen uns gut können uns auch real gut unterhalten, lachen gemeinsam. Ich entschuldige mich kurz um auf Toilette zu ‚gehen’. Du fragst höflich ob du helfen darfst. Ich verneine. Das Cafe ist mir nicht unbekannt und barrierefrei. Als ich zurück bin lächelst du mich glücklich an. Dir scheint der Abend zu gefallen. Ich bestelle noch einen Kaffee, selbstverständlich weiß ich wie du ihn trinkst. Danach verlassen wir das Restaurant. Der Abend ist noch lang.

1 Comment

  1. November 12, 2016 at 3:28 pm — Antworten

    Wirklich sehr schön geschrieben!
    Ich erkenne mich in ihr wieder. Ihre Wünsche und Sehnsüchte und ihre Gedanken.
    Ich freue mich auf mehr 🙂

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